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University of Southampton
Language, Discourse and Identity in Central Europe 6-8 July 2007 Vorankündigung und Call for Papers
Keynote speakers Context and rationale In the same year, the Southampton Centre for Transnational Studies organised a conference on Language and the Future of Europe, from which selected papers have now been published in Clare Mar-Molinero and Patrick Stevenson (eds) Language Ideologies, Policies and Practices (Palgrave, 2006). In her keynote paper, Susan Gal explores the complex relations between migration, minorities and multilingualism in Europe in terms of shifting language ideologies, challenging ‘the tight Herderian weave of culture, language and state in Europe’ which, she argues, ‘is being stretched and frayed in subtle ways.’ In July 2007, the Centre will host a conference with the aim of developing these two themes in a particular way. It will investigate Gal’s assertion further by focusing on the context of what she refers to as the ‘fractal geography’ of central Europe. Specifically, it will form part of a research programme, funded by the UK Arts and Humanities Research Council, on the role of the German language in the formation and contestation of national and regional identities in Germany, Austria and neighbouring states in the centre of Europe (www.glipp.soton.ac.uk). The main focus of the conference will therefore be not on ‘the future of the German language’ but rather on the position and uses of German in relation to other languages in the current reshaping of central European space – whether as the dominant, officially legitimated language of Germany or Austria, as the minority language of historical migrations, or as a (potential) regional lingua franca occupying the middle ground between global English and ‘national’ languages. Papers are invited that address the roles of language, experiences of and with language, and discourses about language. As with the previous conference, preference will be given to papers that integrate consideration of ideologies, policies and practices. It is envisaged that selected papers from the conference will be published in book-form in English, and papers should therefore be given in English. Abstracts (maximum 200 words) should be sent by email by 1 February 2007 to Dr Jenny Carl at the following address: glipp@soton.ac.uk. Abstracts should be included in the body of the email, NOT as an attachment. Questions that could be addressed: Topics could include: Organisers
Deutscher Germanistentag 2007 Philipps-Universität Marburg Natur – Kultur Universalität und Vielfalt in Sprache, Literatur und BildungVorankündigung und Call for Papers
Vorbemerkung Die Germanistik ist gegenwärtig mit einer Vielzahl von anthropologischen Fragen befasst, die Sprache und Literatur gezielt in Grenzbereichen zwischen menschlicher Natur und Kultur positionieren. Die Konkurrenzbeziehungen und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Natur-, Kultur- und Kunstwissenschaften in diesen Forschungsterrains sind dabei für die Germanistik eine Herausforderung, die sie auf unterschiedliche Weise aufgreift. Aneignungen neurophysiologischer, kognitionspsychologischer oder evolutionsbiologischer Konzepte, die sich tendenziell auf eine universale oder langfristige Konstanz der Natur berufen, stehen kulturalistische Positionen gegenüber, die auf differenzierte Vielfalt, prinzipielle Kontingenz und historischen Wandel kultureller Phänomene insistieren, oder Bemühungen, natur- und kulturwissenschaftliche Forschungen zu integrieren sowie die Dichotomie von Natur und Kultur zu unterlaufen. Sektionen und Themen
(Mit vorläufigen Kommentaren und Stichwörtern sowie den Namen der Koordinatorinnen und Koordinatoren aus dem Vorstand des Deutschen Germanistenverbandes) Sektion 1: Körper und KulturKoordination: Beate Kellner (Dresden) Phänomene der Körperlichkeit haben in den letzten Jahrzehnten in kulturanthropologischen Ansätzen der germanistischen Sprach- und Literaturwissenschaft vielfach im Zentrum des Interesses gestanden. Vermeintlich universale anthropologische Konstanten wurden dabei auf ihre kulturelle Verfasstheit und Variabilität befragt. Das biologisch prima vista Gegebene ließ sich hier immer wieder als Manifestation kultureller Symbolisierungen erkennen. Unter semiotischen und wissensgeschichtlichen Problemstellungen wurde der Körper im Schnittpunkt verschiedener Zeichensysteme und Diskurse perspektiviert. Die Sektion möchte diese Debatten bilanzieren und neue Perspektiven aufzeigen. Bestandsaufnahmen und Perspektiven: Historische, literarische und evolutionsbiologische Anthropologie; „Performanz“ in Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft; Gender Studies Sektion 2: Ästhetik und Pädagogik des SpielsKoordination: Thomas Anz (Marburg) „Tiere spielen genau so wie Menschen“, konstatierte Johan Huizinga in „Homo ludens“ und erklärte das Spiel zur naturwüchsigen Basis menschlicher Kultur. Huizingas Kulturanthropologie des Spiels wurde etwa zur gleichen Zeit konzipiert wie Wittgensteins Kategorie des „Sprachspiels“. In aktualisierenden Rückgriffen darauf geht die Sektion sprachlichen, literarischen, ästhetischen und pädagogischen Aspekten des traditionsreichen Spielbegriffs nach: den Regeln, Ritualen, Normen und Freiräumen sprachlichen und ästhetischen Verhaltens, Phänomenen der Mimesis, Simulation und Imagination, den u.a. in Gattungstheorien vorgelegten Versuchen, die Vielfalt spielerischen Handelns zu typisieren, den agonalen Mustern des Dialogs und ästhetischer Inszenierung, den Reizquellen, Einübungs- und Explorationsfunktionen spielerischen Handelns. Bestandsaufnahmen und Perspektiven: Begriff des Spiels in der Sprach- und Literaturwissenschaft, Ästhetik, Sozial- und Naturwissenschaft;Fiktionalität und Faktizität; Nachahmung und Imagination; Theatralität; Naturgesetze, Regeln und Normen in Sprache, Literatur und Wissenschaft; Spielen und Lernen.Beispiele möglicher Themen: Spiel und Ritual in Sprache, Literatur und Unterricht; Gesetze, Regeln, Normen, Konventionen und Werte in linguistischen, ästhetischen und pädagogischen Spieltheorien; neurologische und kulturwissenschaftliche Aspekte des Spiels und der Einbildungskraft; Sprachspiele, literarische Spiele; Theater, Theatralität und Spiel; Inszenierung und Authentizität; die Literarizität von nichtliterarischen Spielen vom Sport bis zum Computerspiel; Spiele, Kämpfe und Feste; Kreativität und Lust im ästhetischen Spiel; Kreatives Schreiben: Inszenierung literarischer Spiele; Sprach- und Rollenspiel. Sektion 3: Kognition und KommunikationKoordination: Martin Huber (Hagen) Die Sektion Kognition und Kommunikation bündelt Forschungsinteressen innerhalb der Sprach- und Literaturwissenschaft, die Fragen nach Universalität oder Kulturalität von Sprechen, Erzählen und Schreiben, dem Wahrnehmen und Verstehen von Sprache und Literatur in Kenntnis und kritischer Auseinandersetzung mit Forschungen der empirischen Humanwissenschaften zu beantworten versuchen. In Bestandsaufnahmen und konstruktiven Forschungskontroversen sollen gemeinsame Arbeitsfelder der Sprach- und Literaturwissenschaft mit Kognitionspsychologie, Evolutions- und Neurobiologie bilanziert und weiterentwickelt werden. Bestandsaufnahmen und Perspektiven: Universalität und Kulturalität des Sprechens, Erzählens und Schreibens; Hermeneutik und Hermeneutikkritik; Kompetenz und Performanz; kognitive und emotionale Wahrnehmung; Verstehen vs. Beobachten. Sektion 4: Medialität von Sprache, Literatur und KunstKoordination: Petra Boden (Berlin) und Werner Holly (Chemnitz) Die Beschäftigung mit Medialität von Sprache, Literatur und Kunst setzt sich zunächst mit den Bedingungen und Folgen der fundamentalen These auseinander, dass alle drei immer (nur) in sinnlich wahrnehmbarer Vermittlung existieren, jedenfalls nur vermittelt durch Sinne zugänglich sind. Medialität ist deshalb schon konstitutiv für die leibgebundenen Formen der direkten Kommunikation, mehr noch für die technisch und institutionell geprägten Formen indirekter, „medienvermittelter“ Kommunikation; beide haben deshalb immer auch eine materiale Seite. Wie wirken die Potenziale und Beschränkungen der Sinne, der physikalischen und schließlich der technischen Medien in Sprache, Literatur und Kunst? Wie befördern und erschweren sie das Zusammenspiel verschiedener Sinne und der unterschiedlichen Symbolsysteme, die sie ermöglichen? Wie verhält sich der Aspekt der Medialität und Materialität der Kommunikation zur Frage von Universalität und Kulturalität? Bestandsaufnahmen und Perspektiven: Sprach-, Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft: Prozesse der Ausdifferenzierung und Integration im Wissenschaftssystem; Medienbegriffe; materiale und mentale Aspekte der Kommunikation. Sektion 5: Gedächtnis und kultureller Wandel Die Diskussion über die Historizität und Kulturalität von Sprache und Literatur hat das Interesse der Forschung verstärkt auf die anthropologischen, biologischen und erkenntnistheoretischen Voraussetzungen gerichtet, unter denen die Rede von der Entstehung eines individuellen und kollektiven Gedächtnisses und der Differenzierung von Fremdem und Eigenem erst sinnvoll ist. Noch weitgehend unbeschrieben – aber von eminent politischer Bedeutung – ist dabei die Zirkulation zwischen den narrativen und sprachlichen Mustern einer Kultur und dem Verhalten der von ihr geprägten Menschen. Die Sektion will diesen Vorgang in diachroner wie synchroner Richtung exemplarisch behandeln und dabei unter Einbeziehung der Ergebnisse der Xenologie, der Kognitionswissenschaft und der konstruktivistischen Gedächtnisforschung Bedingungen für sprachlichen, literarischen und kulturellen Wandel zu erfassen versuchen. Bestandsaufnahmen und Perspektiven: Erinnern und Vergessen / Kulturelles Gedächtnis; Sektion 6: Bildung und WissenKoordination: Ingwer Paul (Bielefeld), Winfried Thielmann (München) und Fritz Tangermann (Berlin) Die Sektion Bildung und Wissen versteht sich als ein Forum zur Sichtung und Bewertung der aktuellen Bildungsdebatte, ausgelöst zum einen durch den so genannten Bologna-Prozess und zum andern durch eine nicht enden wollende Diskussion über Bildungsreformen an der Schule. Da das Konzept ‚Bildung‘ in Deutschland historisch eine besondere Ausprägung erfahren hat, ist das Selbstverständnis des Faches von diesen Entwicklungen vielleicht anders berührt als in anderen europäischen Staaten. Vor diesem Hintergrund und mit Bezug auf das Rahmenthema des Germanistentages soll das Sektionsthema in folgender thematischer Zuspitzung verhandelt werden: Bildung und Wissen im Spannungsfeld von Kultur und Natur (Bildung als Überwindung eines primitiven Naturzustandes vs. Bildung an der Natur); Bildung, Wissen und soziale Distinktion (Allgemeinbildung vs. elitäre Funktion von Bildung); Bildung und Wissen zwischen Utopie und Technisierung (bürgerliches Bildungsideal vs. Operationalisierung und Standardisierung von Wissen in Schlüsselkompetenzen); Bildung und Literalität (Anforderungen an die schulische und außerschulische Ausbildung und Weiterbildung im Wandel); Wissenschaftsgeschichte; Geschichte des Bildungsbegriffs (Bildung als deutscher Sonderweg und Globalisierung von Bildungsprozessen). Bestandsaufnahmen und Perspektiven: Spracherwerb, Wissensvermittlung, Bildungsbegriff, Spezialisierung, Allgemeinbildung, Schlüsselkompetenzen; Kanonbildungen; Literalität. Organisation und Call for PapersDie Beiträge zu den Sitzungen jeder Sektion erscheinen in vorläufiger Form (erweiterte Exposés, Thesen oder Entwürfe im Umfang von 6 bis 10 Manuskriptseiten) spätestens zwei Monate vor der Tagung online auf eigens dafür eingerichteten Internetseiten des Deutschen Germanistenverbandes. Sie sind für alle registrierten Tagungsteilnehmer zugänglich. Auf Wunsch werden die Manuskripte gegen Porto- und Kopiergebühren per Post verschickt. In jeder Sektionssitzung werden thematisch verbundene Beiträge von den Referentinnen und Referenten kurz zusammengefasst und anschließend in einem Podiumsgespräch mit Beteiligung des Publikums debattiert. Als Ergänzung zu den Sektionssitzungen sind thematisch spezialisiertere, ansonsten jedoch in gleicher Weise strukturierte Sitzungen für Arbeitsgruppen (AGs) vorgesehen. Bereits bestehende Forschergruppen sind dazu eingeladen, ihre Ergebnisse in solchen AGs öffentlich zur Diskussion zu stellen. 15. September 2006 als E-Mail-Attachment oder als ausgedrucktes Manuskript an die Adresse: Prof. Dr. Thomas Anz Forschergruppen können mit Angabe der Adressen aller Beteiligten einen gemeinsamen Vorschlag schicken. Der Eingang jeder Einsendung wird innerhalb einer Woche bestätigt. Die Vorstandsmitglieder des DGV entscheiden bis Ende November 2006 darüber, welche Themenvorschläge in das Programm aufgenommen werden. Die Einsendung der Manuskripte zur Vorveröffentlichung auf der Webseite der Tagung soll bis zum 15. April 2007 erfolgen. Vorgaben zur Manuskriptgestaltung erhalten die Referentinnen und Referenten zusammen mit der Einladung. Das endgültige Tagungsprogramm wird im Mai 2007 auf der Webseite des DGV und in Heft 2/2007 der „Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes“ veröffentlicht. Der DGV bemüht sich um Möglichkeiten, den Referentinnen und Referenten Reisekosten zu erstatten, kann die Erstattung jedoch nicht gewährleisten.
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